| Analyst: EU und China brauchen mehr Kooperation |
| 2009-02-27 10:14 german.china.org.cn |
Vorgestern ist die Handelsdelegation aus China zum Großeinkauf nach Europa gereist, um Milliarden für europäische Produkte auszugeben. Die "Einkaufstour" wurde vom chinesischen Ministerpräsidenten Wen Jiabao bei seinem Europabesuch Ende Januar beschlossen. Bis Anfang Februar hatte Wen Jiabao Europa besucht und eine Reihe von Vereinbarungen unterzeichnet. Vor dem Hintergrund der internationalen Finanzkrise analysiert Li Huiying, Mitarbeiterin in der Europaabteilung beim Forschungsinstitut für Internationalen Handel und Zusammenarbeit, die "Einkaufstour" und den Europabesuch von Wen Jiabao: Kooperation verstärken. Wens Besuch hat Europa ein Signal gegeben, dass China die bilateralen Beziehungen entspannen, mit Europa zusammenarbeiten und gegen Handelsprotektionismus kämpfen und gemeinsam die Schwierigkeit überwinden will. Wens Besuch betont, dass China ein verantwortungsvolles Land ist, es zeigt aber auch Chinas Abhängigkeit vom westlichen Markt. Gegen Protektionismus. Vor der Finanzkrise spiegelte sich der Protektionismus der EU gegenüber China hauptsächlich in den zahlreichen Anti-Dumping-Fällen wider. Die Situation könnte sich in der Rezession noch verschlimmern. Der Handelsprotektionismus wird in den EU-Staaten immer populärer. Das hat mit dem Entwicklungsniveau und Industriestruktur der einzelnen europäischen Staaten zu tun.
Die chinesische Handelsdelegation gibt in Europa Milliarden Euro für Waren und Technologie, damit der Trend des Protektionismus eingedämmt werden kann. In der schwersten Wirtschaftskrise nach dem zweiten Weltkrieg gewinnt Protektionismus weltweite immer wieder an Bedeutung und hat schon die Interessen der zweitgrößten Exportnation China beeinträchtigt. Die EU ist der größte Handelspartner Chinas und wichtig für den chinesischen Außenhandel. Chinas schickt die Handelsdelegation nach Europa, um den Handel zwischen den Volkswirtschaften auszugleichen. Außerdem ist die europäische Politik, was den Technologietransfer betrifft, im Vergleich zu den USA und Japan noch tolerant. Technologie aus Europa ist seit langem bei chinesischen Unternehmen beliebt. Politische Bedeutung. Die Zielstaaten bei Wens Besuch und der Handelsdelegation sind Deutschland, die Schweiz, Großbritannien und Spanien. Diese Wahl hat eine politische Bedeutung. Einerseits sind drei Länder davon die wichtigsten Länder in der EU. Anderseits wird Frankreich ausgeschlossen, was gewissermaßen auch eine Strafaktion ist. Der chinesische Handelsminister Chen Deming führt diese Handelsdelegation von mehr als 200 Mitgliedern in Europa und hat angekündigt, dass weitere folgen werden. Kooperation statt Konfrontation wird angesichts der globalen Krise offenbar immer wichtiger. |
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