| Milliardenaufträge aus China für die deutsche Wirtschaft (Deutsche Welle) |
| 2009-02-25 09:24 cri |
Der neue deutsche Wirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg war voll des Lobes, die Erleichterung war ihm anzusehen: Beim deutsch-chinesischen Wirtschaftsforum in Berlin am Mittwoch (25.02.2009) konnten sich deutsche Unternehmen über Liefer- oder Kooperationsvereinbarungen mit 36 chinesischen Firmen freuen. Die Auftragswelle hat nach Angaben des chinesischen Handelsministers Chen Deming einen Gesamtwert von über zehn Milliarden Dollar (7,87 Millarden Euro). Chen stellte darüber hinaus weitere Abschlüsse in Aussicht. Guttenberg kommentierte: "Eine exzellente Nachricht für die deutsche Exportwirtschaft".
Die Verträge betreffen vor allem die Bereiche Automobil, Maschinenbau, Elektro- und Informationstechnik, sowie Textil- und Papierindustrie. Partner sind unter anderem deutsche Unternehmen wie Daimler, BMW, Volkswagen und Audi. Auch Nokia Siemens Networks gab einen Großauftrag bekannt.
"Einkaufstour" mit vollen Taschen
Zu der Pekinger Delegation gehören mehr als 200 Mitglieder, aus Unternehmen und Regierungsagenturen. Ihre "Einkaufstour" durch Europa war von Ministerpräsident Wen Jiabao bei dessen Berlin-Besuch vergangenen Monat avisiert worden. Damit wollen die beiden größten Exportnationen zur Eindämmung und Überwindung der Weltwirtschaftskrise beitragen.
China hatte angekündigt, seine riesigen Währungsreserven auch für forcierte Käufe im Ausland einzusetzen. Nachdem die Pekinger Regierung ihr Konjunkturprogramm zur Stützung der heimischen Ökonomie beschlossen hatte, war auch die Nachfrage nach europäischen Produkten gestiegen. Nach Deutschland reist die Gruppe in die Schweiz, nach Spanien und Großbritannien. Von den insgesamt zur Verfügung stehenden mehr als elf Milliarden Euro soll aber der Löwenanteil in der Bundesrepublik bleiben.
Bilaterale Beziehungen intakt und ausbaufähig
Auch Chen und Guttenberg sprachen von einem deutlichen Signal gegen die Krise. Sie bewerteten die Lieferverträge gleichzeitig auch als Beweis für die Beständigkeit der bilateralen Beziehungen. Man wolle die Wirtschaftsbeziehungen über den Rahmen der traditionellen Handelsbeziehungen hinaus ausbauen.
Chen verwies auf "viel Potenzial" etwa in der Hochtechnologie und bei Dienstleistungen. Man könne sich auch vorstellen, dass sich chinesische an deutschen Unternehmen beteiligen". Ziel ist, den Handel untereinander im laufenden Jahr zumindest auf dem Niveau des Vorjahres von 115 Milliarden Dollar halten.
Der Asien-Pazifik-Ausschuss (APA) der Deutschen Wirtschaft würdigte die Volksrepublik als verlässlichen Partner. Gleichzeitig appellierte APA-Experte Jürgen Heraeus an die chinesischen Partner, an der Marktöffnung festzuhalten und eine weitere Liberalisierung nicht zu verzögern. Er erinnerte daran, dass auch Peking ungeachtet der Krise zugesagt habe, die heimische Wirtschaft nicht abzuschotten. (SC) |
【Big Medium-sized Small】 【Imprimer】 【E-mail】
1、 All articles marked with “Article type: Original” posted on the website of the Ministry of Commerce and its sub-sites are copyrighted by this Website and its sub-sites. Any reproduction or use by any other websites, media or individuals must be attached with a clear indication of “Source: Ministry of Commerce Website”.
2、 All articles posted on this website or its sub-sites marked with “Article type: reproduced” or “Article type: translated” and “Article type: redistributed” come from other media, and are provided solely for the user’s information, which does not mean this Website or its sub-sites endorse the ideas thereof or assume any legal liability or responsibility for their authenticity. Any other media, websites or individuals must maintain the source of information indication on this Website or its sub-sites when using the information, and shall assume legal liability for the use.
